Agiles Management für jeden Tag, Teil 1

Lesezeit ca. 1:55 min

Agiles Management
Agiles Management

Der Begriff AGILEment ist inspiriert vom Konzept des „Agilen Management“. Wir übersetzen AGILEment mit „agil werden“. Nur wer bereit ist, auch bekannte Dinge mit anderen Augen zu betrachten und unnötigen Ballast abzuwerfen, gewinnt die Agilität (=Bewegungsfreiheit), die effiziente Zielerreichung ermöglicht. In den Worten des politischen Philosophen Leo Strauss: „Freedom of movement spells victory“ (übersetzt etwa: „Bewegungsfreiheit bedeutet Erfolg“).

Agile (Software-)Entwicklung

Seit beinahe 20 Jahren sind verschiedene Ausprägungen des Konzepts der „Agilen Entwicklung“ weltweit gängige Praxis. Der Begriff (von lateinisch agilis = flink, beweglich) kommt aus der Software-Entwicklung und ist, neben durchaus zahlreichen Anwendungsbeispielen in anderen Branchen, auch weiterhin vor allem dort in Gebrauch.

Scrum: Agile Entwicklung in der Praxis

Für die Umsetzung der Grundsätze der agilen Entwicklungs-Philosophie gibt es zahlreiche sogenannte „agile Prozesse“, von denen Scrum vielleicht der am häufigsten genutzte und bekannteste ist.

Ganz im Sinne des „Agilen Manifests“ beruht Scrum auf der Überzeugung, dass insbesondere große Projekte immer zu komplex sind, um sie komplett zu spezifizieren und dann „nur“ diesen Gesamtplan abzuarbeiten. Stattdessen werden im sogenannten Product Backlog laufend die Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt aus Anwendersicht formuliert und in der Entwicklung angepasst. Idealer Weise stellt das Product Backlog – gute Pflege vorausgesetzt – immer die jeweils bekannten Anforderungen an das Produkt in sogenannten User Stories („ein Nutzer möchte dies oder jenes mit dem Produkt machen“) dar. Diese „Nutzergeschichten“ werden im Sprint Planning zu Aufgaben, die vom Entwicklungsteam in meist zweiwöchigen Sprints weitgehend selbstständig (Grundidee des Scrum) erarbeitet und am Ende jedes Sprints im Sprint Review überprüft werden.

Dabei soll in jedem Sprint gewissermaßen ein Teilprodukt des angestrebten Endprodukts als Zwischenergebnis erreicht werden, so dass sich das Endprodukt inkrementell bis zur Fertigstellung verbessert.

Agile Entwicklung => Agiles Management

Ohne Zweifel lässt sich Scrum auch außerhalb des Bereichs der Software-Entwicklung als Steuerungs-Instrument zur Zielerreichung einsetzten; Beispiele dafür gibt es genug. Dennoch funktioniert Scrum in der Tat dort am besten, wo es ein Entwickler-Team gibt, das auch physisch an einem Ort arbeitet und eher aus Spezialisten denn aus Generalisten besteht, wie eben im typischen Fall der Software-Entwicklung in einem Unternehmen mindestens mittlerer Größe.

AGILEment als Vereinfachung des Einfachen

Wie wir von den „agilen“ Prinzipien im Alltag tatsächlich profitieren können und was wir konkret davon haben, lesen Sie in einigen Tagen an dieser Stelle.

AGILEment.de: Die Neue Website ist online

Lesezeit ca. 0:55 min

AGILEment.de: Detail der neuen Website
AGILEment.de: Detail der neuen Website

Die eigene Website zu besuchen, ist für diejenigen, die für die Seite verantwortlich sind, so etwas wie die Höchststrafe: Es vergeht kein einziger Besuch, an dem einem nicht etwas auffällt, was zu korrigieren, zu verbessern, zu ändern wäre.

Das Produkt entwickelt sich – die Website muss folgen

Meist sind es nur Details, aber an einem gewissen Punkt ist die Seite als ganze einfach „fällig“. Denn eins ist ganz wichtig: Wenn sich ein Produkt entwickelt, müssen die zugehörigen „Artefakte“ der Entwicklung folgen. Tun sie das nicht,  beginnt das Chaos.

Unschätzbar wichtig: Feedback

Bei AGILEment war es nun so weit. Wir haben in den letzten Monaten viel Feedback bekommen – positives wie weniger positives, aber in jedem Fall konstruktives. Das Ergebnis der Lehren, die wir daraus gezogen haben, kann ab sofort auf agilement.de betrachtet werden. Wir freuen uns auf Ihre Ansicht!

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.

AGILEment: Partner der Gründerwoche 2017

Lesezeit ca. 1:00 min

Gründerwoche 2017
Gründerwoche 2017

„Gründer“ ist ja mittlerweile in Deutschland fast ein  Hipster-Begriff und das ist gut so. Denn worauf, bitteschön, gründet denn der Wohlstand dieser Republik? Eben, auf dem Unternehmertum. Die Bundesregierung sieht das offenbar – man lauscht erfreut – ebenso und veranstaltet mittlerweile alljährlich im November die „Gründerwoche“.

Ziel der Veranstaltung ist (wir zitieren):

  • „(junge) Menschen für unternehmerisches Denken und Handeln begeistern,
  • unternehmerische Kompetenzen fördern und Kreativität wecken,
  • den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Meinungen zum Thema Gründung und Selbständigkeit ermöglichen,
  • Initiativen zur Förderung von Gründungsideen vorstellen.“

Das alles finden wir unterstützenswert und da lag die Überlegung nahe, ein kostenloses AGILEment-Seminar für Gründer anzubieten. Ohne nun altväterlich klingen zu wollen:  Uns hätte als Jung-Unternehmer etwas mehr Selbstorganisation ganz gut getan und viel Frust erspart ;-).

Die Details zur Veranstaltung:

Ort

Erhardt & Kellner GmbH
Drakestraße 42
12205

Datum

Freitag, 17. November 2017

Zeit

10 bis 16 Uhr

Anmeldungen über info@erhardt-kellner.de oder über die Website der Gründerwoche.

 

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.

Agiler Werkzeugkasten: FireShot Screenshot-Tool

Lesezeit ca. 1:25 min

Agiler Werkzeugkasten: FireShot Screenshot-Tool
Agiler Werkzeugkasten: FireShot Screenshot-Tool

Ein neues Werkzeug hat es in unseren Werkzeugkasten geschafft: FireShot – Das Screenshot-Tool. Bereits nach gut einer Woche im Einsatz, hat uns dieses Werkzeug mehrere Stunden Arbeit erspart und damit seine Effizienz bewiesen.

Was kann FireShot?

Mit Hilfe von FireShot können ganz einfach Screenshots z.B. einer Website gemacht werden. Egal, ob nur der sichtbare, ein individuell ausgewählter Bereich oder gleich die ganze Seite aufgenommen werden soll. Letzteres macht das Tool zu einem unserer Favoriten. Denn ein komplettes Bild einer Website, das mit einem Knopfdruck erstellt ist, ist für jede Art von Website-Entwicklung  extrem praktisch. So können ganz einfach Kommentare hinzugefügt, Textabschnitte hervorgehoben oder bestimmte Bereiche herausgeschnitten werden. Anschließend speichert man den Screenshot einfach als GIF-, JPEG-, PNG-, BMP- oder auch als komprimierte ZIP-Datei. Mit FireShot können darüber hinaus sogar unerwünschte Seitenelemente (Menüs etc.) automatisch entfernt werden. Erhältlich ist das Add-on für alle gängigen Browser: Chrome, Mozilla Firefox, Opera und Internet Explorer.

Screenshot-Problemlöser

Werkzeuge sollten immer ein konkretes Problem lösen, und zwar so effizient wie möglich und ohne zu nerven. FireShot ist unserer Ansicht nach eines dieser raren Tools, die die Anforderungen an ein gutes Werkzeug voll erfüllen. Für alle, die mit Websites zu tun haben, eine dicke Empfehlung; ein Problem-Klassiker – „Wie kann ich beim Screenshot scrollen?“ – gehört der Vergangenheit an.

Mehr zum Thema:

Agiler Werkzeugkasten: Was macht ein gutes Werkzeug aus?

Ziele – Aufgaben – Methoden & Werkzeuge: Eine Begriffsklärung nach AGILEment

It’s a book: Das AGILEment-Buch ist erschienen

Lesezeit ca. 1:30 min

AGILEment: Buch-Cover
AGILEment: Buch-Cover

Mit Büchern, so erzählen Autoren gern, sei es ein wenig wie mit Kindern: Eine lange Schwangerschaft, eine schwere Geburt, dann Euphorie, wenn das Buch endlich da ist und dann gleich die ersten Sorgen (übersehene Rechtschreibfehler, die verrutschte Graphik und dann der Vertrieb…).

Das gedruckte Buch in digitalen Zeiten

Offen gestanden: Der Vergleich hinkt gewaltig und kann eigentlich nur von Menschen verbreitet werden, die weder Schwangerschaft noch Geburt selbst (mit)erlebt haben. Aber es stimmt schon: In diesen digitalen Zeiten, in denen Musik und Bücher immer häufiger als reine „Software“ ohne physischen Träger konsumiert und verkauft werden, ist ein gedrucktes Buch (ja, AGILEment ist auch als E-Book erhältlich, keine Sorge) durchaus etwas spezielles.

Denn es bleibt dabei: Das (auf Papier) geschriebene Wort ist höchstens in der zweiten Auflage zurücknehmbar, während Sie ein E-Book auf „iBooks“ zwar nur von einem Mac hochladen können (kein Kommentar!), aber dafür im Prinzip jeden Tag aufs Neue, bis Sie komplett zufrieden sind.

Das AGILEment-Buch als Ziel

Ein Buch neben dem „Tagesgeschäft“ zu schreiben – also nicht als hauptberuflicher Autor- ist ein geradezu klassisches Ziel, für das man sich einiges an Zeit verschaffen muss, soll es irgendwann erreicht werden. Und auch uns als Autoren des AGILEment-Buchs hat dieses Vorhaben wieder deutlich gezeigt, dass Zielverwirklichung im normalen (Arbeits- und Familien-)Alltag ohne Priorisierung, Selbstorganisation und Zeitmanagement praktisch nicht denkbar ist.

Selbstorganisation ist kein Selbstläufer

Ein Grundsatz, den wir aus der Praxis des Agilen Managements übernommen haben, lautet „Löse Deine eigenen Probleme“. Nichts anderes haben wir mit AGILEment zu tun versucht und wenn man will, kann man die Entstehung des AGILEment-Buchs als – erneutes – Fallbeispiel dafür verstehen. Denn: selbst wenn man sich lange und intensiv mit Selbstorganisation und Zeitmanagement beschäftigt hat, bleibt das Selbstmanagement doch immer ein Prozess und ist niemals Selbstläufer.

Oder, um es mit den Worten des unsterblichen Roy McAvoy zu sagen: „Geschwindigkeit ist alles, Perfektion is unerreichbar.“

AGILEment-Buch bei Amazon ansehen.

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.

Agiler Werkzeugkasten: Was macht ein gutes Werkzeug aus?

Lesezeit ca. 1:00 min

Agiler Werkzeugkasten: Was macht ein gutes Werkzeug aus?
Agiler Werkzeugkasten: Was macht ein gutes Werkzeug aus?

Um eine Anleihe bei Duke Ellington zu machen: Es gibt nur zwei Arten von Werkzeugen. Gute und schlechte. Aber wie entscheidet man, ob man es mit der einen oder anderen Art Werkzeug zu tun hat?

Was macht ein gutes Werkzeug aus?

Jedes Werkzeug muss zunächst seinen ihm zugedachten Zweck erfüllen, muss also funktionieren. Ist dem so, ist das Werkzeug effektiv. Ist dem nicht so, müssen wir uns direkt auf die Suche nach einem anderen machen. Das zweckgemäße Funktionieren,  die Effektivität eines Werkzeugs ist  die notwendige Bedingung dafür, dass wir es auch benutzen.

Funktionieren allein genügt nicht

Hinreichend – wir erinnern uns vielleicht dunkel an den Mathematik-Unterreicht in der Mittelstufe – ist die Bedingung der Effektivität allerdings nicht. Denn die größte Gefahr, die die Nutzung eines jeden Werkzeuges birgt, ist die der Zeitverschwendung. Werkzeuge, die im Verhältnis zu ihrem Nutzern für uns zu viel Zeit verbrauchen – sei es in der Anwendung oder im Aufwand, ihre Anwendung zu erlernen- müssen verworfen werden.

Werkzeuge und Aufgaben

Tun wir das nicht, machen wir das Werkzeug zu unserer Aufgabe und das darf nicht sein. Werkzeuge sind Mittel, mit denen wir unsere Aufgaben erfüllen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Daher: Skeptisch bleiben. Zeit ist kostbar und die Zahl der Werkzeuge, die so wichtig sind, dass wir ihnen mehr als ein Minimum unserer Zeit widmen sollten, ist verschwindend gering.

An dieser Stelle werden wir in loser Folge Werkzeuge vorstellen, die es in unseren Werkzeugkasten geschafft haben.  Eines vorweg: Viele sind es nicht…

Mehr zum Thema:

Ziele – Aufgaben – Methoden & Werkzeuge: Eine Begriffsklärung nach AGILEment

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.