Agil werden: Ballast abwerfen Teil 1

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Ballast abwerfen um Ziele zu erreichen
Ballast abwerfen um Ziele zu erreichen

Es gibt Gewohnheiten, die uns unserem Ziel nicht näher bringen, sondern seine Erreichung erschweren können, oder gar verhindern, dass wir die nötige Klarheit darüber erhalten, was denn unser Ziel ist. Daher ist es hilfreich und nötig, solche Hindernisse zu erkennen und soweit wie möglich aus dem Weg zu räumen. Wir müssen unnützen Ballast abwerfen, um unsere Ziele klar zu sehen und sie so effizient wie möglich zu erreichen.

Wir wissen nun, welche Erkenntnisse uns der Geisteswandel für die Erreichung unserer eigenen Ziele gebracht hat. Nun identifizieren wir die Hindernisse, die wir auf dem Weg zum Ziel als Ballast abwerfen müssen. Dazu haben wir über die Jahre ein paar Anekdoten gesammelt, die uns unserem Ziel näher bringen. Die erste davon ist:

Spezifikationen
[Auch bekannt als: Lastenheft, Pflichtenheft]

Es ist unrealistisch, eine abschließende Spezifikation vor Beginn von etwas zu schreiben. Zudem geht dies von der Annahme aus, das Ziel stünde vor Beginn fest und wäre nicht durch den Zeitablauf und die Umsetzung selbst veränderlich.

Erkenntnis:

Zielbeweglichkeit

Zielerreichung verlangt Flexibilität. Nicht nur von den beteiligten Personen, sondern auch in der Formulierung des Ziels selbst. Damit der Prozess der Zielerreichung das Ziel positiv beeinflussen kann, darf Beweglichkeit nicht von vornherein verhindert werden.

Mehr zum Thema:

Agil werden = Ballast abwerfen

Agil werden: Geisteswandel Teil 5

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Agil werden: Geisteswandel
Agil werden: Geisteswandel

Bei AGILEment geht es darum, die Erkenntnisse aus dem Agilen Management ganz konkret und praktisch auf unseren Alltag anzuwenden. Dafür ist es hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und zu schauen, was wir auf der „Meta“-Ebene beachten bzw. ändern müssen,  um unsere eigenen Ziele zu erreichen: Ein bisschen „Geisteswandel“ ist nötig, wenn wir unser Handeln anders ausrichten wollen.

Wir haben über die Jahre 5 kleine Anekdoten gesammelt, die für uns die Eckpfeiler eines Geisteswandels hin zur „Agilität“ gut illustrieren; 4 Stück kennen Sie bereits, nun folgt die fünfte und letzte Anekdote:

Die Brücke

Auf einer Wanderung fragte ich den Bergführer: „Bald kommen wir zu einer Brücke, die bei diesem Wind gefährlich und bei diesem Regen sicher rutschig ist.“ Der Bergführer beruhigte mich: „Wir werden diese Brücke erst überqueren, wenn wir vor ihr stehen.“

Erkenntnis:

Priorisierung

Hindernisse treten auf dem Weg zum Ziel von alleine auf; es ist weder nötig noch sinnvoll, sie aus dem Weg schaffen zu wollen, bevor sie tatsächlich im Weg stehen. Das bedeutet nicht, dass man ohne Plan auf das Ziel losrennen sollte, es bedeutet aber sehr wohl, sich nicht von Problemen ablenken zu lassen, die noch gar nicht bestehen.

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Agil werden: Geisteswandel

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Agil werden = Ballast abwerfen

Agil werden: Geisteswandel Teil 4

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Agil werden: Geisteswandel
Agil werden: Geisteswandel

Bei AGILEment geht es darum, die Erkenntnisse aus dem Agilen Management ganz konkret und praktisch auf unseren Alltag anzuwenden. Dafür ist es hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und zu schauen, was wir auf der „Meta“-Ebene beachten bzw. ändern müssen,  um unsere eigenen Ziele zu erreichen: Ein bisschen „Geisteswandel“ ist nötig, wenn wir unser Handeln anders ausrichten wollen.

Wir haben über die Jahre 5 kleine Anekdoten gesammelt, die für uns die Eckpfeiler eines Geisteswandels hin zur „Agilität“ gut illustrieren; 3 Stück haben wir bereits vorgestellt, nun folgt die vierte der fünf Anekdoten:

Der Straßenkehrer

Ich war einem Straßenkehrer, der bemerkte, wie ich ihn betrachtete, eine Erklärung schuldig: „Sie haben noch so eine lange Straße vor sich.“ Er verbesserte mich: „Ich habe immer nur den nächsten Besenstrich vor mir, die lange Straße bemerke ich erst, wenn ich fertig bin.“

Erkenntnis:

Konzentration

Das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, ist unverzichtbar für die Zielerreichung. Wenn man aber beim Abarbeiten einzelner Aufgaben immer an das – oft noch weit entfernte – Ziel denkt, besteht die Gefahr des Motivationsverlusts, der unweigerlich zum Leistungsabfall führt. Die Konzentration auf die gerade hier und jetzt zu erledigende Aufgabe ist daher zwingend erforderlicher Teil der Zielerreichung.

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Agil werden = Ballast abwerfen

Agil werden: Geisteswandel Teil 3

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Agil werden: Geisteswandel
Agil werden: Geisteswandel

In AGILEment wenden wir Erkenntnisse und Grundsätze des Agilen Managements praktisch in unserem Alltag an. Dabei geht es darum, mehr Zeit für unsere eigentlichen Ziele zu haben, mehr von diesen Zielen zu erreichen und unseren Stress dabei zu reduzieren. Bevor wir aber damit beginnen, sollten wir einen Schritt zurückgehen und uns auf einen kleinen Geisteswandel einlassen, der uns beim Fokussieren auf unsere eigentlichen Ziele helfen wird.

Wir haben über die Jahre 5 kleine Anekdoten gesammelt, die für uns die Eckpfeiler eines Geisteswandels hin zur „Agilität“ gut illustrieren; die ersten 2 davon haben Sie bereits kennengelernt. Nun die dritte Anekdote:

Der frühe Wurm

Ein Studienkollege, der zu morgendlichen Vorlesungen immer verschlafen zu spät kam, lud mich zum Angeln ein. Er holte mich also am Samstag pünktlich um 5:00 Uhr morgens ab und zog um 6:00 Uhr den ersten Fisch mit den Worten „Der frühe Wurm fängt den Fisch!“ aus dem Wasser.

Erkenntnis:

Leidenschaft

Ein Ziel zu erreichen erfordert viel Einsatz und große Disziplin. Diese sind dauerhaft nur aufrecht zu erhalten, wenn sie durch Leidenschaft befeuert werden. Wenn das zu erreichende Ziel keine Leidenschaft auslöst, sollte man sich fragen, ob man es zu seinem Ziel machen will.

Mehr zum Thema:

Agil werden: Geisteswandel

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Agil werden = Ballast abwerfen

Agil werden: Geisteswandel Teil 2

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Agil werden: Geisteswandel
Agil werden: Geisteswandel

Die Erkenntnisse des agilen Managements können wir praktisch auf unseren Alltag anwenden. Sie helfen uns dabei, unsere Ziele zu erreichen. Um diese zu erreichen, ist ein bisschen „Geisteswandel“ nötig, damit wir unser Handeln neu ausrichten können.

Wir haben über die Jahre 5 kleine Anekdoten gesammelt, die für uns die Eckpfeiler eines Geisteswandels hin zur „Agilität“ gut illustrieren; die erste davon haben wir letzte Woche im Block vorgestellt. Nun folgt die zweite:

Durchwursteln

Ich wünschte, ich suchte im Internet „lesend“ nach dem besten Resultat, in Wahrheit aber wurstle ich mich „scannend“ bis zum ersten ausreichend guten Resultat durch. Dennoch bin ich gerade im Internet so effizient wie sonst nirgendwo.

Erkenntnis:

Lösungsorientierung

Ein Problem zu 100 Prozent zu lösen, ist nur dann möglich und sinnvoll, wenn Zeit und/oder Geld keine Rolle spielen. In der Realität ist dies praktisch nie der Fall. Das Ziel ist daher nicht ein perfektes, sondern ein ausreichend gutes Resultat. Der Aufwand, um von einem ausreichend guten zu einem perfekten Resultat zu gelangen, ist unverhältnismäßig groß und daher nicht gerechtfertigt.

Welche Erkenntnisse der Geisteswandel noch für uns bereit hält, zeigen wir Ihnen im nächsten Beitrag.

Mehr zum Thema:

Agil werden: Geisteswandel Teil 1

Agil werden = Ballast abwerfen

Agil werden: Geisteswandel Teil 1

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Agil werden: Geisteswandel
Agil werden: Geisteswandel

Bei AGILEment geht es darum, die Erkenntnisse aus dem Agilen Management ganz konkret und praktisch auf unseren Alltag anzuwenden. Dennoch ist es bevor wir damit beginnen durchaus hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und  uns zu überlegen, was wir auf der „Meta“-Ebene beachten bzw. ändern müssen,  um unsere eigenen Ziele zu erreichen. Denn ein bisschen „Geisteswandel“ ist schon nötig, wenn wir unser Handeln anders ausrichten wollen.

Wir haben über die Jahre 5 kleine Anekdoten gesammelt, die für uns die Eckpfeiler eines Geisteswandels hin zur „Agilität“ gut illustrieren; die erste davon ist:

Der Haarschneideautomat

Ein Erfinder sagte einmal zu mir: „Ich haben einen Haarschneideautomaten erfunden!“

Ich stutzte: „Aber die Menschen haben doch alle unterschiedliche Köpfe!?“.

Der Erfinder antwortete: „Nur vorher…“

Erkenntnis:

Individualisierung

Jedes Problem ist einzigartig und verlangt nach einer individuellen Lösung. Das heißt nicht, dass man jedes Mal das Rad neu erfinden muss; selbstverständlich kann und sollte man Erkenntnisse von einer Situation auf eine andere übertragen. Dennoch wird man für ein Problem nur dann eine gute Lösung finden, wenn man es zuallererst in seiner Einzigartigkeit versteht und betrachtet.

Welche Erkenntnisse der Geisteswandel noch mit sich bringt, zeigen wir Ihnen im nächsten Beitrag.

Mehr zum Thema:

Agil werden = Ballast abwerfen

Agil werden = Ballast abwerfen

Lesezeit ca. 1:15 min

Ballast abwerfen um Ziele zu erreichen
Ballast abwerfen um Ziele zu erreichen

Niemand beginnt wirklich mit dem sprichwörtlichen „leeren Blatt“. Bei jeder Tätigkeit spielen die eigenen Erfahrungen und Gewohnheiten eine große Rolle und bestimmen, wie wir etwas tun. Das ist gut so, denn Individualität ist eine unschätzbare Ressource, sei es im privaten oder im geschäftlichen bzw. beruflichen Kontext. „Sine ira et studio“ (hier etwa = „ohne persönlich involviert zu sein“) ist weder eine erfolgversprechende, noch eine sinnvolle oder auch nur mögliche Herangehensweise an eine Aufgabe. Wenn wir unserem Tun nicht unseren eigenen Stempel aufdrücken, werden wir nie das für uns bestmögliche Ergebnis erzielen.

Ballast abwerfen um Ziele zu erreichen

Dennoch gibt es Gewohnheiten, die uns unserem Ziel nicht näher bringen, sondern seine Erreichung erschweren können, oder gar verhindern, dass wir die nötige Klarheit darüber erhalten, was denn unser Ziel ist. Daher ist es hilfreich und nötig, solche Hindernisse zu erkennen und soweit möglich aus dem Weg zu räumen. Wir müssen unnützen Ballast abwerfen, um unsere Ziele klar zu sehen und sie so effizient wie möglich zu erreichen. Dieser Notwendigkeit sind die nächsten beiden Artikel gewidment, die in Kürze an dieser Stelle erscheinen werden: Zum einen geht es um Erkenntnisse, die uns bei der effizienten Zielerreichung helfen und zum anderen identifizieren wir die Hindernisse, die wir auf dem Weg zum Ziel als Ballast abwerfen müssen.

Bewegungsfreiheit bedeutet Erfolg

Der Begriff AGILEment ist inspiriert vom Konzept des „Agilen Management“. Wir übersetzen AGILEment mit „agil werden“. Nur wer bereit ist, auch bekannte Dinge mit anderen Augen zu betrachten und unnötigen Ballast abzuwerfen, gewinnt die Agilität (= Bewegungsfreiheit), die effiziente Zielerreichung ermöglicht. In den Worten des politischen Philosophen Leo Strauss: „Freedom of movement spells victory“ (übersetzt etwa: „Bewegungsfreiheit bedeutet Erfolg“).

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.

Blick ins AGILEment-Buch, Teil 4: Zufriedenheit vs. Stress

Lesezeit ca. 1:50 min

Zufriedenheit vs Stress
Zufriedenheit vs Stress

Ziele erreichen macht Spaß

Darüber können wir uns wohl schnell einig werden: Ziele erreichen macht Spaß, kann uns sogar glücklich machen.

Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es wenig, was mehr Potential für Frustration besitzt, als die eigenen Ziele ständig zu verfehlen, oder – vielleicht noch schlimmer – nicht einmal dazu zu kommen, an ihrer Verwirklichung zu arbeiten. Denn was ist ein Ziel ohne seine Umsetzung? Gar nichts.

Und bereits überhaupt an unseren Zielen arbeiten zu können, ist keine geringe Leistung und gibt uns zu Recht ein gutes Gefühl, denn wie sieht oft die Realität aus?

Ziele verfehlen frustriert

Wir verzetteln uns im unwesentlichen Klein-Klein. Wir kommen vor lauter E-Mails nicht mehr aus dem Posteingang heraus, oder öffnen ihn bereits mit einem Gefühl von böser Vorahnung und widerwillig. Die Dinge, die wir eigentlich tun wollten, vergammeln als „ungelesene“ E-Mails oder in irgendeiner Aufgabenverwaltung. Wir haben das Gefühl, trotz langer Tage und durchgearbeiteter Nächste nicht voranzukommen. Das schlechte Gewissen, abends überhaupt mit der Arbeit aufzuhören, ist unser ständiger Begleiter, und auch das Gefühl, trotz 100-prozentigem Einsatz weder der Familie noch dem Beruf, noch uns selbst gerecht zu werden. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Wir wollen hier nicht überdramatisieren, aber einer der vielen Wege in die „depressive Verstimmung“ und irgendwann in die veritable Depression (im Management-Kontext, aber nicht nur dort, meist verschämt als „Burn-Out“ chiffriert), sieht genau so aus.

AGILEment vs. Stress

AGILEment war, bevor wir den Namen erfunden haben, nichts anderes als eine Anzahl von Methoden und Werkzeugen, die über Jahre hinweg entstanden sind, um unsere eigenen Probleme zu lösen. Denn in der soeben beschriebenen Frust-förderlichen Situation befanden wir uns selbst in gewissen Phasen praktisch andauernd.

AGILEment ist keine Religion: Was Sie aus diesem Buch oder aus einem unserer Seminare mitnehmen und in Ihr Leben integrieren, bestimmen Sie selbst. Jedes einzelne Stück von AGILEment hat uns weitergeholfen; wir hoffen, es ist vieles dabei, das Ihnen hilft, sich mehr Zeit und Energie für Ihre Ziele zu verschaffen, damit Sie ihnen eine Chance auf Verwirklichung geben können.

Denn: Wozu leben wir denn hier in Frieden und Wohlstand (im Vergleich zu den meisten anderen Gegenden der Welt), wenn wir dieses Glück nicht nutzen, um die Dinge zu tun, die uns wirklich wichtig sind.

Mehr zum Thema:

Blick ins AGILEment-Buch, Teil 2: Notwendigkeiten

Blick ins AGILEment-Buch, Teil 1: Worum es im Leben geht

Blick ins AGILEment-Buch, Teil 3: Nur 24 Stunden

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.

Agiles Management für jeden Tag, Teil 2

Lesezeit ca. 1:05 min

Agiles Management
Agiles Management

Im ersten Teil dieses Artikels hatten wir kurz die Herkunft des Agilen Management aus der Agilen (Software-)Entwicklung skizziert.  An dieser Stelle wollen wir die Frage beantworten, wie man jeden Tag von den Prinzipien des Agilen Managements profitieren kann.

Den Alltag meistern – Ziele erreichen

Worum geht es in unserem, oft scheinbar so komplizierten, Alltag eigentlich? Es geht um unsere Ziele. Und was müssen wir tun, um unsere Ziele zu erreichen? Wir müssen uns so organisieren, dass wir die Zeit und Energie zur Verfügung haben, die wir zum Erreichen unserer Ziele benötigen. Und bei aller berechtigter Vorsicht gegenüber jedem Versuch der Über-Simplifizierung, ist Vereinfachung genau das, was unsere Selbstorganisation benötigt, damit unsere Ziele eine faire Chance bekommen. Denn um ein Ziel zu erreichen, müssen wir uns fokussieren und Fokussierung ist dem Wesen nach Vereinfachung.

AGILEment als Vereinfachung des Einfachen

Agile Entwicklung und Agiles Management sind Vereinfachungsstrategien. Der Schlüssel, um von ihren Vorzügen im Alltag profitieren zu können,  ist die nochmals radikale Vereinfachung des Einfachen. Für AGILEment haben wir deshalb die „agilen“ Prinzipien auf nur zwei Kernsätze zurückgeführt:

Das Ziel ist das Ziel.

und

Tue nur das, was nötig ist und zwar genau dann, wenn es nötig ist.

Mehr Ziele erreichen, weniger Stress

Alle Methoden, die wir in den AGILEment-Seminaren zur Lösung konkreter Alltagsprobleme des Zeit- und Selbstmanagements aufzeigen, sind von diesen beiden Kernsätzen getrieben. Der Alltag ist kompliziert genug, es braucht einfache Methoden, um ihn zu meistern. Der erwünschte positive Nebeneffekt: AGILEment-Nutzer haben weniger Stress. Doch dazu ein andermal mehr an dieser Stelle.

 

Dr. Andreas Kellner

Andreas Kellner ist Vater zweier Töchter, promovierter Politikwissenschaftler und Geschäftsführer dreier Firmen. Selbstorganisation war für ihn lange reine Notwehr, heute gibt er Seminare zum Thema.

Agiles Management für jeden Tag, Teil 1

Lesezeit ca. 1:55 min

Agiles Management
Agiles Management

Der Begriff AGILEment ist inspiriert vom Konzept des „Agilen Management“. Wir übersetzen AGILEment mit „agil werden“. Nur wer bereit ist, auch bekannte Dinge mit anderen Augen zu betrachten und unnötigen Ballast abzuwerfen, gewinnt die Agilität (=Bewegungsfreiheit), die effiziente Zielerreichung ermöglicht. In den Worten des politischen Philosophen Leo Strauss: „Freedom of movement spells victory“ (übersetzt etwa: „Bewegungsfreiheit bedeutet Erfolg“).

Agile (Software-)Entwicklung

Seit beinahe 20 Jahren sind verschiedene Ausprägungen des Konzepts der „Agilen Entwicklung“ weltweit gängige Praxis. Der Begriff (von lateinisch agilis = flink, beweglich) kommt aus der Software-Entwicklung und ist, neben durchaus zahlreichen Anwendungsbeispielen in anderen Branchen, auch weiterhin vor allem dort in Gebrauch.

Scrum: Agile Entwicklung in der Praxis

Für die Umsetzung der Grundsätze der agilen Entwicklungs-Philosophie gibt es zahlreiche sogenannte „agile Prozesse“, von denen Scrum vielleicht der am häufigsten genutzte und bekannteste ist.

Ganz im Sinne des „Agilen Manifests“ beruht Scrum auf der Überzeugung, dass insbesondere große Projekte immer zu komplex sind, um sie komplett zu spezifizieren und dann „nur“ diesen Gesamtplan abzuarbeiten. Stattdessen werden im sogenannten Product Backlog laufend die Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt aus Anwendersicht formuliert und in der Entwicklung angepasst. Idealer Weise stellt das Product Backlog – gute Pflege vorausgesetzt – immer die jeweils bekannten Anforderungen an das Produkt in sogenannten User Stories („ein Nutzer möchte dies oder jenes mit dem Produkt machen“) dar. Diese „Nutzergeschichten“ werden im Sprint Planning zu Aufgaben, die vom Entwicklungsteam in meist zweiwöchigen Sprints weitgehend selbstständig (Grundidee des Scrum) erarbeitet und am Ende jedes Sprints im Sprint Review überprüft werden.

Dabei soll in jedem Sprint gewissermaßen ein Teilprodukt des angestrebten Endprodukts als Zwischenergebnis erreicht werden, so dass sich das Endprodukt inkrementell bis zur Fertigstellung verbessert.

Agile Entwicklung => Agiles Management

Ohne Zweifel lässt sich Scrum auch außerhalb des Bereichs der Software-Entwicklung als Steuerungs-Instrument zur Zielerreichung einsetzten; Beispiele dafür gibt es genug. Dennoch funktioniert Scrum in der Tat dort am besten, wo es ein Entwickler-Team gibt, das auch physisch an einem Ort arbeitet und eher aus Spezialisten denn aus Generalisten besteht, wie eben im typischen Fall der Software-Entwicklung in einem Unternehmen mindestens mittlerer Größe.

AGILEment als Vereinfachung des Einfachen

Wie wir von den „agilen“ Prinzipien im Alltag tatsächlich profitieren können und was wir konkret davon haben, lesen Sie in einigen Tagen an dieser Stelle.